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Bremer Philharmoniker

Beiträge

GMD Marko Letonja

 Marko Lentonja

Ab der Spielzeit 2018/2019 wird Marko Letonja Generalmusikdirektor der Bremer Philharmoniker.

 

Marko Letonja begann sein Studium als Pianist und Dirigent an der Musikakademie von Ljubljana und schloss es 1989 als Schüler von Otmar Suitner an der Akademie für Musik und Theater in Wien ab. Schon zwei Jahre später wurde er Musikdirektor der Slowenischen Philharmonie in Ljubljana, die er bis 2003 leitete. In dieser Zeit begann auch seine internationale Laufbahn als Konzertdirigent. Er trat mit den Wiener Symphonikern bei den Wiener Festwochen auf, konzertierte mit den Münchner und den Bremer Philharmonikern, dem Münchner Rundfunkorchester, dem Staatsorchester Stuttgart, den Hamburger Symphonikern, absolvierte eine Tournee mit dem Mailänder Orchestra Sinfonica „Giuseppe Verdi“ und begleitete mit dem Opernorchester von Stockholm die gefeierte schwedische Sopranistin Nina Stemme.

 

Mit der Berufung zum Chefdirigenten und Musikdirektor des Sinfonieorchesters und des Theaters Basel im Jahr 2003 verlagerte sich der Schwerpunkt von Letonjas Tätigkeit auf die Oper. Mit dem Sinfonieorchester Basel spielte er außerdem verschiedene CD-Aufnahmen ein (u.a. Gesamtaufnahmen aller Sinfonien von Felix Weingartner).

 

Mit einem großen und vielfältigen Repertoire gastierte er u. a. an der Wiener Staatsoper („Pique Dame“ und „Les Contes d‘Hoffmann“) und am Grand Théâtre von Genf (u.a. „Medea“ und „Manon“), am Teatro dell’Opera in Rom („Roméo et Juliette“), an der Dresdner Semperoper („Nabucco“), der Mailänder Scala („Il dissoluto assolto“ von José Samarago in Kombination mit Hindemiths „Sancta Susanna“, „Die Sache Makropulos“ sowie „Les Contes d‘Hoffmann“), der Staatsoper Berlin („Madama Butterfly“), der Deutschen Oper Berlin („La Traviata“), der Opéra National du Rhin in Strassburg („Walküre“, „Götterdämmerung“, „Fliegender Holländer“, „Die Sache Makropulos“), am Teatro Lirico in Cagliari („Cavalleria rusticana“, „I Pagliacci“ und „Der Fliegende Holländer“) und beim Münchner Rundfunkorchester („Carmen“ konzertant). Nach Dirigaten von „Walküre“ und „Siegfried“ am Teatro San Carlos in Lissabon folgte 2009 die „Götterdämmerung“ an diesem Haus.

 

Seit Beginn seiner Karriere ist Letonja gern gesehener und häufiger Gast in Australien und Neuseeland. Auf einer ausgedehnten Tournee dirigierte er 2007 das Auckland Philharmonia Orchestra, das Orchestra Victoria von Melbourne und das Melbourne Symphony Orchestra. 2008 wurde er zum Principal Guest Conductor des Orchestra Victoria Melbourne ernannt.

 

Seit 2012 ist Letonja Chefdirigent des Orchèstre Philharmonique de Strasbourg sowie Chefdirigent und Artistic Director des Tasmanian Symphony Orchestra


Stand: August 2017 | Foto: Dan Cripps

 

Portrait

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Ob Philharmonisches Konzert oder Oper, Benefiz-Konzert oder musikalische Nachwuchsförderung, Kammermusik oder genreübergreifendes Projekt – durch ihr vielfältiges künstlerisches Engagement bilden die Bremer Philharmoniker die tragende Säule des nordwestdeutschen Musiklebens.

 

Als eines der weltweit traditionsreichsten Orchester mit einer fast 200-jährigen Geschichte sind die Bremer Philharmoniker innerhalb der Spielzeit praktisch täglich zu erleben. In drei Abonnement-Konzertreihen glänzen die Bremer Philharmoniker jährlich in 26 Konzerten, hinzu kommen fünf Afterwork-Konzerte in der Reihe 5nachsechs und zwei »Schuppenkonzerte« in der Überseestadt. Sonderkonzerte hinzugenommen zählt man an die 70 Konzerte in der Saison, dazu mehr als 150 Opernvorstellungen im Theater Bremen. Eine eigene Kammermusikreihe der Orchestermitglieder und zahlreiche Projekte zur Förderung des musikalischen Nachwuchses gehören ebenso zum festen Angebots.

 

Solisten von Weltrang wie Frank Peter Zimmermann, Rudolf Buchbinder, Dame Felicity Lott, Lise de la Salle, Isabelle van Keulen und Jean-Yves Thibaudet und Dirigenten wie Andrea Marcon, Mario Venzago, Marco Letonja und Peter Schneider kommen immer wieder gern nach Bremen, um mit den Bremer Philharmonikern zu musizieren. Nicht zuletzt unterstreichen Gastspiele (u.a. Tallin, Amsterdam Concertgebouw, Cuenca Festival, Niedersächsische Musiktage) einmal mehr die Klasse und die hohe künstlerische Qualität der Bremer Philharmoniker.

GMD's

Die Liste der Dirigenten der Bremer Philharmoniker war von Anbeginn hochkarätig, zu nennen sind zunächst die Generalmusikdirektoren, von denen nicht wenige international Karriere machten:

  • Hellmut Schnackenburg 1937–1953 (unterbrochen durch zwei Kriegsjahre)
  • Paul van Kempen 1953–1955
  • Heinz Wallberg 1955–1961
  • Hans-Walter Kämpfel 1961–1965
  • Hans Wallat 1965–1970
  • Hermann Michael 1970–1978
  • Peter Schneider 1978–1985
  • Pinchas Steinberg 1985-1989
  • Marcello Viotti 1989–1993
  • Günter Neuhold 1995–2002
  • Lawrence Renes 2002–2007
  • Markus Poschner 2007–2017
  • ab der Saison 2018/2019 Marko Letonja

Als Gastdirigenten leiteten Persönlichkeiten wie Hans von Bülow, Hans Schmidt-Isserstedt, Karl Böhm, Eugen Jochum und Rudolf Kempe das Orchester, neben Brahms standen mit Hans Pfitzner und Paul Hindemith zwei weitere, bedeutende Komponisten am Pult der Bremer Philharmoniker.

 

Dirigenten in neuerer Zeit sind u.a. Christopher Hogwood und Mario Venzago, mit denen das Orchester eine saisonübergreifende Zusammenarbeit pflegt, aber auch Marc Albrecht, dessen Vater George Alexander Albrecht zuvor häufig am Bremer Pult stand, Andrea Marcon als Barockspezialist und Hans Graf sind stellvertretend für viele andere zu erwähnen.

 

Dem Nachwuchs eine Chance zu geben, ist den Bremer Philharmonikern auch bei den Einladungen an Dirigenten ein unbedingtes Anliegen, zu den Gästen der jüngeren Generation gehören u.a. Constantinos Carydis, Otto Tausk, Ariel Zuckermann und Ari Rasilainen.

Geschichte

Die Bremer Philharmoniker, eines der weltweit traditionsreichsten Orchester, kann auf eine nahezu 200jährige Geschichte zurückblicken. Im Jahre 1825 von der „Gesellschaft für Privatkonzerte“ - der heutigen „Philharmonischen Gesellschaft“ –gegründet, ist es eines der wenigen Orchester rein bürgerlichen Ursprungs, wohingegen viele andere Orchester mit langer Tradition eine höfische Vergangenheit haben oder Radiosymphonieorchester sind, die erst mit der Verbreitung des Rundfunks ihren Platz im Musikleben eroberten.

 

Bis zum Ende des 1. Weltkriegs bestanden die Bremer Philharmoniker als reines Privatorchester, erst die nach dem Ersten Weltkrieges einsetzende Inflation machte es Anfang der 20er Jahre unmöglich, die Finanzierung in dieser Form weiterzuführen. Die Stadt Bremen übernahm das Orchester ab diesem Zeitpunkt als „Städtisches Orchester“ und sicherte so den Fortbestand. Nach dem 2. Weltkrieg erhielt das Orchester den Namen „Bremer Philharmonisches Staatsorchester“.

 

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2002 schließlich fand die Umwandlung in eine GmbH statt und aus dem ehemaligen Staatsorchester entstand die „Bremer Philharmoniker GmbH“.  

Heute sind die Bremer Philharmoniker ein Konzertorchester mit Opernverpflichtung und gestalten eine Konzertreihe in der Bremer Glocke, spielen in Aufführungen des Theaters Bremen und unterhalten eine Musikwerkstatt zur Pflege und Förderung des Nachwuchses.

 

In der Saison 2013/2014 wurde prophil e.V., der Freundeskreis der Bremer Philharmoniker, ins Leben gerufen. Der Verein widmet sich der Förderung und Pflege der Musik der Bremer Philharmoniker, u.a. durch die Förderung von besonderen Aufführungsformaten, durch finanzielle Unterstützung der Verpflichtung von internationalen Starsolisten sowie durch die Förderung der Musikvermittlung der Bremer Philharmoniker.

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Highlights

ganz phil bremen-36Gleich, ob es sich um den Auftritt berühmter Gastsolisten handelt oder um Uraufführungen, Gastspiele oder Festkonzerte: Höhepunkte in der Geschichte der Bremer Philharmoniker gab und gibt es in großer Zahl.

 

1855 gab Johannes Brahms mit dem Orchester sein Debüt als Pianist, später kehrte er als Dirigent zu den Bremer Philharmonikern zurück und leitete die Uraufführungen seiner Kompositionen „Triumphlied“ und „Ein deutsches Requiem“. Clara Schumann gastierte bei den Bremer Philharmonikern und spielte hier erstmalig öffentlich ein Werk von Johannes Brahms. Max Bruchs Violinkonzert g-moll erlebte seine Uraufführung durch die Bremer Philharmoniker, Solist war kein Geringerer als Geigerlegende Joseph Joachim.

 

Der Tradition, durch Ur- und Erstaufführungen das Konzertrepertoire lebendig zu gestalten, fühlt sich das Orchester noch heute verpflichtet, in jüngster Zeit hob es Werke von Davies, Penderecki, Jost, Vasks und Auerbach aus der Taufe.

 

Heute kommen internationale Stars wie Sol Gabetta, Arcadi Volodos, Veronique Gens, Rudolf Buchbinder, Frank-Peter Zimmermann, Baiba Skride, Claudia Barainsky und Gidon Kremer nach Bremen, um mit dem Orchester zu musizieren und bestätigen damit, dass der Ruf des Orchesters längst über die Grenzen der Stadt hinaus gehört wird.

 

Davon zeugen auch die sehr sorgfältig ausgewählten Gastspiele, die das Orchester z.B. zum Festival de Musica Religiosa de Cuenca, Spanien oder ins Concertgebouw Amsterdam führten. Das offizielle Festkonzert zum 75. Geburtstag von Michail Gorbatschow wurde musikalisch von den Bremer Philharmonikern in Anwesenheit des Jubilars gestaltet, die offizielle Hymne der Special Olympics 2009 in Bremen wird von den Bremer Philharmonikern gespielt.

 

In der Saison 2009/2010 waren die Bremer Philharmoniker zu Gastkonzerten nach Estland, Lettland und Garmisch-Partenkirchen eingeladen.

 

 

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