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Donnerstag, November 23, 2017

Montag, Oktober 01, 2012

1. Philharmonisches Konzert (Mo. 1 Okt, 2012 8:00 pm - 9:00 pm)

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Bremer Philharmoniker

"Don Eulenspiegel"

Werke von Dmitrij Schostakowitsch und Richard Strauss Frank Peter Zimmermann, Violine; Markus Poschner, Dirigent


1. Philharmonisches Konzert "Don Eulenspiegel" Dmitrij Schostakowitsch (1906–1975) Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 a-Moll op. 77 (op. 99) Richard Strauss (1864–1949) "Don Juan" op. 20 "Till Eulenspiegels lustige Streiche" op. 28 Frank-Peter Zimmermann, Violine Markus Poschner, Dirigent Alle drei pfiffen sie auf die Hüter der Normen. Auf das, was "die da oben" verlangen. Und jeder rebellierte auf seine Art, stets balancierend am Abgrund. Für Don Juan, den stolzen Frauenverführer, endete das Spiel tödlich – im finalen Duell streckte er freiwillig die Waffen. Till Eulenspiegel bezahlte seine Scherze mit dem Galgen – wobei Richard Strauss in seiner grandiosen Tondichtung dem Narren vergönnt, das letzte schelmische Wort zu behalten. Dmitrij Schostakowitsch dagegen kam mit dem Leben davon, er behielt die Balance. Weil er zum Beispiel so klug war, sein 1948 entstandenes erstes Violinkonzert in der Schublade zu belassen und es erst nach Stalins Tod zu veröffentlichen. Denn dieses Konzert ist im Kern von schmerzlicher Traurigkeit, und wenn es lebhaft wird, dann klingt es dämonisch und grotesk – und damit so gänzlich anders, als man es von einem Komponisten in der stalinistischen Sowjetunion einforderte. Doch letztlich konnte Schostakowitsch über seinen Widersacher lachen. Das Eulenspiegel-Lachen eines Aufrechten. Frank-Peter Zimmermann "Das erste Violinkonzert von Schostakowitsch ist ein Schlüsselwerk in seinem Schaffen. Es ist jedes Mal eine psychische und physische Herausforderung, die Ängste und Kämpfe dieser kompromisslosen Seelenmusik zu durchleben."

Dienstag, Oktober 02, 2012

1. Philharmonisches Konzert (Di. 2 Okt, 2012 8:00 pm - 9:00 pm)

Bremer Philharmoniker

"Don Eulenspiegel"

Werke von Dmitrij Schostakowitsch und Richard Strauss Frank Peter Zimmermann, Violine; Markus Poschner, Dirigent


1. Philharmonisches Konzert "Don Eulenspiegel" Dmitrij Schostakowitsch (1906–1975) Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 a-Moll op. 77 (op. 99) Richard Strauss (1864–1949) "Don Juan" op. 20 "Till Eulenspiegels lustige Streiche" op. 28 Frank-Peter Zimmermann, Violine Markus Poschner, Dirigent Alle drei pfiffen sie auf die Hüter der Normen. Auf das, was "die da oben" verlangen. Und jeder rebellierte auf seine Art, stets balancierend am Abgrund. Für Don Juan, den stolzen Frauenverführer, endete das Spiel tödlich – im finalen Duell streckte er freiwillig die Waffen. Till Eulenspiegel bezahlte seine Scherze mit dem Galgen – wobei Richard Strauss in seiner grandiosen Tondichtung dem Narren vergönnt, das letzte schelmische Wort zu behalten. Dmitrij Schostakowitsch dagegen kam mit dem Leben davon, er behielt die Balance. Weil er zum Beispiel so klug war, sein 1948 entstandenes erstes Violinkonzert in der Schublade zu belassen und es erst nach Stalins Tod zu veröffentlichen. Denn dieses Konzert ist im Kern von schmerzlicher Traurigkeit, und wenn es lebhaft wird, dann klingt es dämonisch und grotesk – und damit so gänzlich anders, als man es von einem Komponisten in der stalinistischen Sowjetunion einforderte. Doch letztlich konnte Schostakowitsch über seinen Widersacher lachen. Das Eulenspiegel-Lachen eines Aufrechten. Frank-Peter Zimmermann "Das erste Violinkonzert von Schostakowitsch ist ein Schlüsselwerk in seinem Schaffen. Es ist jedes Mal eine psychische und physische Herausforderung, die Ängste und Kämpfe dieser kompromisslosen Seelenmusik zu durchleben."

Montag, Oktober 22, 2012

2. Philharmonisches Konzert (Mo. 22 Okt, 2012 8:00 pm - 9:00 pm)

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Bremer Philharmoniker

"König von Thule"

Werke von Astor Piazzolla, Johann Sebastian Bach, Carl Friedrich Zelter und Felix Mendelssohn Bartholdy Denis Patkovic, Akkordeon; Michael Hofstetter, Dirigent


2. Philharmonisches Konzert "König von Thule" Astor Piazzolla (1921–1992) "Fuga y misterio" Johann Sebastian Bach (1685–1750) Konzert für Cembalo und Orchester A-Dur BWV 1055 (Adaption Denis Patkovic) Carl Friedrich Zelter (1758–1832) Ballade "Es war ein König in Thule" Z. 124/III-3 Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) Symphonie Nr. 4 A-Dur op. 90 "Italienische" Denis Patkovic, Akkordeon Michael Hofstetter, Dirigent "Es war ein König in Thule": Nur auf dem Akkordeon, wie von einem Bänkelsänger auf der Gasse, wird die Ballade vom treuen, weisen Monarchen am Ende seines Lebens hier angestimmt. Ein bisschen Wehmut war sicher mit im Spiel, als Felix Mendelssohn 1832 am zweiten Satz seiner ansonsten so lebensfrohen vierten Symphonie arbeitete. Die Ballade vom alten König zitiert er hier – wohl als Hommage sowohl an den Verfasser des Textes, Johann Wolfgang von Goethe, als auch an den der Vertonung, Carl Friedrich Zelter, beide waren sie gerade gestorben. Zelter war sein Lehrer, bei Goethe war der junge Mendelssohn lange zu Gast. Zelter war es auch, der Mendelssohn wie Goethe zu Bach-Verehrern machte. Als Goethe Bachs Orgelmusik hörte, sei es ihm "als wenn die ewige Harmonie sich mit sich selbst unterhielte, wie sich’s etwa in Gottes Busen, kurz vor der Weltschöpfung, möchte zugetragen haben". Denis Patkovic "Für mich als Solokünstler ist es immer wieder ein beeindruckendes Erlebnis, mein Instrument im Zusammenklang mit einem Orchester neu zu erleben. Ich freue mich sehr auf die gemeinsamen Konzerte!"

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