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Sonntag, November 18, 2012

3. Philharmonisches Konzert (So. 18 Nov, 2012 11:00 am - 12:00 pm)

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Bremer Philharmoniker

"Debussy pur"

Werke von Claude Debussy Charlotte Hellekant und Lucia Duchonova, Mezzosopran; Jean-Louis Steuermann, Klavier; Andreas Mildner, Harfe; Carlo Rizzi, Dirigent


3. Philharmonisches Konzert
"Debussy pur"

Tag 1
Claude Debussy (1862–1918)
Trois nocturnes: "Nuages", "La Damoiselle élue"
Trois Nocturnes: "Sirènes"
"La Mer"

Charlotte Hellekant, La Damoiselle
Lucia Duchonova, Une Récitante
Damenchor des Schleswig-Holstein Musikfestivals

Tag 2
Claude Debussy
Trois Nocturnes: "Fêtes"
Fantaisie pour piano et orchestre
Deux danses pour harpe chromatique et orchestre d'instruments à cordes
"Images": "Iberia"

Jean-Louis Steuermann, Klavier
Andreas Mildner, Harfe

Carlo Rizzi, Dirigent

Erst war’s ein Schimpfwort, dann wurde es ein Fachbegriff: Der "Impressionist" malt mehr den subjektiven Eindruck als den objektiven Gegenstand, oft in diffusem Licht. Nebelige Unschärfe in Öl – was das mit Claude Debussy zu tun hat? Nun, gerne wird der Franzose als der maßgebliche Komponist des Impressionismus bezeichnet. Wie die Maler ihre Ateliers öffneten und das wahre Licht suchten, öffnete Debussy den Klangfarbkasten. Die Rhythmen schweben, die Harmonik ist so frei geworden wie die Form. Ein wenig nach Leinwand duften auch die Werktitel: Das symphonische Triptychon "Nocturnes", die drei symphonischen Skizzen "La Mer", die "Images" – all das hat aber nichts mit verschwommen-zartem Pastell zu tun, umso mehr mit einem gänzlich neuen Ausdruck musikalischer Reflexion.
Neben den Debussy-Klassikern gibt’s auch eine Rarität am ersten der beiden "pur"-Tage: In der Kantate "La damoiselle élue" sinniert eine Verstorbene im Himmel über die Liebe. Das aber klingt nun mehr nach Wagner als nach Impressionismus.

"Es liegt schon eine einzigartige Ironie darin, daß das gleiche Publikum, das nach Neuem verlangt, jedesmal dann außer Fassung gerät und sich mokiert, wenn man versucht, es aus seinen Gewohnheiten und seinem eingefleischten Wohlbehagen herauszulocken." (Claude Debussy)

 

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