phil face Logo prophil rgb   phil facemediathek

Tagesansicht
Sonntag, Dezember 16, 2012

4. Philharmonisches Konzert (So. 16 Dez, 2012 11:00 am - 12:00 pm)

[title][subtitlebar]
Bremer Philharmoniker

"Egmont con brio"

Werke von Jörg Widmann und Ludwig van Beethoven

Claire Meghnagi, Sopran; Sebastian Koch, Rezitation; Markus Poschner, Dirigent


4. Philharmonisches Konzert
"Egmont con brio"

Jörg Widmann (*1973)
"Con brio" Konzertouvertüre für Orchester (2008)

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Musik zu Goethes Trauerspiel "Egmont" op. 84

Claire Meghnagi, Sopran
Sebastian Koch, Rezitation
Markus Poschner, Dirigent

Für keinen anderen steht die Charakterangabe "con brio" so archetypisch wie für Ludwig van Beethoven. "Mit Feuer" gespielt, dann ist’s ureigener Beethoven. Darum hat der Komponist Jörg Widmann 2008 seine Konzertouvertüre mit "con brio" überschrieben, griff er hier doch die grimmige Bewegungsenergie der siebten und achten Symphonie auf. Denn: Er habe sich die Aufgabe gestellt, "Furor und rhythmisches Drängen" (Widmann) nach Art von Beethoven zu entfachen. Beethoven selbst war ja "leider eine ganz ungebändigte Persönlichkeit", die die Welt "detestabel" fand. Detestabel, verabscheuungswürdig also, was für ein schönes Wort. Die Einschätzung stammt von Johann Wolfgang von Goethe – Beethoven und Goethe lernten sich 1812 kennen, sie schätzten sich, sie mochten sich aber nicht. Auf die Schauspielmusik zum Trauerspiel "Egmont" hatte das keinen Einfluss mehr, die war da bereits komponiert. Sie endet mit einer Siegessymphonie – natürlich Allegro con brio.

"Freudvoll und leidvoll, gedankenvoll sein; Langen und bangen in schwebender Pein; Himmelhoch jauchzend, zum Tode betrübt; Glücklich allein ist die Seele, die liebt." (aus: Johann Wolfgang von Goethe, Egmont, Clärchens Lied im dritten Aufzug)

Kategorien

SWITCH TO DESKTOP